Der Motor — die treibende Kraft

Obwohl es bereits im 19. Jahrhundert Dampfwagen und -omnibusse gab und sogar ab 1881 von dem schottischen Erfinder Robert Anderson das erste Elektroauto entwickelt wurde, gilt der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von Carl Benz als Ur-Automobil mit Verbrennungsmotor.

Tüftler und Erfinder des 19. Jahrhunderts

Auch mit der Erfindung des Rades hat sich die Möglichkeit des Reisens nur ganz allmählich entwickelt. Über viele Jahre hinweg reisten die Menschen zu Fuß, auf dem Pferd oder in der Kutsche umher. Das änderte sich erst im 19. Jahrhundert mit Pionieren wie Benz, Otto, Maibach oder Daimler.

Der Otto-Motor — 1876

Der Erfinder Nicolaus Otto entwickelter 1876 einen Motor, der mit Gas anstatt Benzin lief, genannt Otto-Motor. Es gibt ihn als Zwei- und Viertaktmotor. Otto-Motoren werden zum Antrieb von Autos, Motorrädern, Booten und Rasenmähern und weiteren Maschinen eingesetzt. Der Viertaktmotor läuft nach dem Prinzip: Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen.

Zweitaktmotoren sind vor allem in Mopeds und leichten Motorrädern verbaut. Beim Zweitaktmotor kann auf Ventile verzichtet werden, stattdessen gibt es Ein- und Auslasskanäle. Ansaugen und Verdichten sind hier Takt Eins und Arbeiten und Ausstoßen Takt Zwei.

Daimler-Maybach — 1883

Die beiden Erfinder patentierten den Gasmotor mit Glührohrzündung. Es war der weltweit erste mit schnelllaufenden Viertakt-Benzinmotor. Dieser schaffte zunächst 150 Umdrehungen pro Minute, wie man es vom Otto-Motor kannte. Dann wurde er jedoch aufstockt auf bis zu 600 Umdrehungen pro Minute und darauffolgend sogar auf 900.

Die Konstrukteure Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach entwickelten 1886 das erste Vierrad-Auto der Welt, angetrieben durch einen Benzin-Motor. Diese Entwicklung basierte auf dem Otto-Motor. 1886 präsentierte Carl Benz auch den Patent-Motorwagen.

Rudolf Diesel — 1893

Der deutsche Ingenieur und Erfinder des Dieselmotors bosselte schon lange herum, um einen Motor mit hohem Wirkungsgrad zu entwickeln. Viele Jahre waren dafür nötig. 1893 war es soweit, er erhielt das Patent für den neuartigen Antrieb.

Der Unterschied zum Otto-Motor: Im Brennraum wird der Kraftstoff mit stark verdichteter und erhitzter Luft zusammengebracht. Der Kraftstoff verdampft und entzündet sich selbst. 1900 wird der Diesel-Motor auf der Weltausstellung in Paris mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

Der Diesel-Motor wird weltweit ein triumphaler Erfolg. Leider konnte dies der einfallsreiche Erfinder Rudolf Diesel nicht mehr erleben. Der Diesel-Motor wurde zunächst in U-Booten und Schiffen verbaut, in den 20er-Jahren auch in PKWs.

Robert Bosch — 1902

Der deutsche Ingenieur und Erfinder Robert Bosch eröffnete 1886 in Stuttgart eine Werkstatt, um den von Siegfried Marcus patentierten Magnetzünder zu verbessern. Er gilt als Erfinder der Zündkerze, obwohl seine Mitarbeiter Gottlob Honold und Arnold Zähringer einen essenziellen Beitrag dazu leisteten.

Die Zündkerze tut seit mehr als 100 Jahren ihren Dienst bei Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor. Diese Entwicklung gilt als Meilenstein und bis heute gibt es keine vergleichbare Alternative. Funktionsweise: Die Zündkerze erzeugt einen Funken zwischen zwei Elektroden. Dadurch wird ein Kraftstoff-Luft-Gemisch entzündet. Autopioniere wie Gottlieb Daimler und Carl Benz suchten derzeit verzweifelt nach solch einem Zündapparat.

Paul Daimler — 1919

1919 baute Paul Daimler, der älteste Sohn von Gottlieb Daimler, einen durch einen Kompressor aufgeladenen Motor. Dadurch entstanden mehr Druck und eine höhere Leistung. 1921 wurden auf der Berliner Automobil-Ausstellung die ersten zwei Autos mit Vierzylinder-Kompressor-Motoren vorgestellt.

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